Naturgarten

Naturgarten

Über den Naturgarten-Blog

In diesem Blog werde ich laufend über meine Erlebnisse und Beobachtungen im Naturgarten berichten.

Raubvogel

TierePosted by poli 03 Jul, 2011 14:19:13
Heute sitze ich am Computer und draußen tummeln sich die Meisen und Sperlinge bei den Beerenknödeln (hab ich beim Dehner gefunden). Da sind sie ganz wild drauf !

Plötzlich huscht ein Schatten beim Fenster vorbei und macht eine rasante Kurve durch die Büsche und dann sitzt am Föhrenast ein Sperber!

Zum Glück habe ich die Kamera neben mir liegen. Aufdrehen und praktisch aus der Hüfte ein Foto schießen führte zu folgendem Ergebnis:

Nicht sehr scharf, weil er bewegte sich recht schnell und war dann auch gleich wieder weg, so dass gar keine Zeit für ein zweites Foto blieb.

Aber wenn ich mir den Ast so ansehe (Verdauungsspuren) dürfte der Sperber dort öfter sitzen. Ich werde also auch dort öfters einen Blick hin werfen.

poli



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Der Fünfer ist wieder da

TierePosted by poli 15 Apr, 2011 19:29:27
Voriges Jahr hatte ich im Sommer die Idee, ein paar Weinbergschnecken am Gehäuse mit Nummern zu versehen, so dass ich verfolgen konnte wo sie im Garten herumwandern.

Also bekamen acht Schnecken mit Edding 3000 eine Nummer auf's Gehäuse gemalt. Vor allem eine sah ich immer wieder, die Schnecke mit der Nummer fünf.

Und heute sah wieder eine Weinbergschnecke! Bei der Nummernkontrolle entdeckte ich ganz verblasst einen Fünfer am Gehäuse.

Also zumindest der "Fünfer" hat den kalten Winter überlebt! smiley

Willkommen im Frühling 2011!


poli


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Welche Ehre!

TierePosted by poli 29 May, 2010 14:54:29
Gestern wurde uns eine unglaubliche Ehre zuteil! Wir wissen jetzt dass unser Dachs eine Frau Dachs ist und sie hat gestern ihr Kind zu Besuch mitgebracht!
Ich habe so gegen 22:30 Uhr noch raufgeschaut in den oberen Garten, ob ich den Dachs sehe und... ja da war er wieder. Aber halt! Da bewegt sich noch was! Nach einigem angestrengtem Hinstarren (war ja richtig finster) war ich überzeugt, dass sich da zwei Dachse herumtreiben. Also habe ich mir die Stirnlampe geholt und diese vorsichtig immer heller gestellt, bis ich es sah: Da war (wie ich jetzt weiß) die Dachsfähe und ihr schon recht großes Junges, das um sie herumtollte. Die beiden ließen sich vom Licht kaum stören, und so konnte ich sie eine gute Viertelstunde aus 4-5m Entfernung beobachten. Die Mutter die Walnüsse knuspernd (was müssen die für ein Gebiss haben!) und das Junge die Gegend erkundend, aber nie weiter als zwei Meter von der Mutter weg und dann sofort wieder zu ihr zurück, eine Schmuseeinheit holen.
Ich war begeistert!
Ubrigens weiß ich mittlerweile auch, dass zumindest unsere Dachsin die Walnüsse komplett frisst (da bleibt nichts zurück!) und total auf Haferflocken abfährt. Nachdem ich jetzt immer am Abend ein paar Walnüsse und Haferflocken (ein paar Gramm) hinlege, haben wir auch keine Löcher im Garten weil da brauchen die Dachse nicht nach Futter zu graben (obwohl ich es ihnen explizit erlaubt habe, bei der Hecke und hinter der Bank, da würden die Löcher nicht stören).
Wenn ich die Nüsse am Tag hinlege, werden sie von den Eichhörnchen und den Buntspechten geholt.
poli

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Besuch

TierePosted by poli 19 May, 2010 23:19:29
Letzte Woche sah ich zeitig in der Früh im oberen Garten den Dachs von dem der Nachbar immer redet (weil er ihm die Blumenzwiebeln ausgräbt).
Am Donnerstag 13.5.2010 tauchte er um halb neun abends auf und durchstöberte das Vogelfutter, welches vom Futterhäuschen runterfällt.
Am Freitag habe ich mich so gegen 20:15 mit der Spiegelreflexkamera am Stativ und mit Fernauslöser bewaffnet in den oberen Garten gesetzt und gewartet. Als die Kamera genau auf den Platz eingerichtet war, ging drei Meter daneben ein Fuchs durch und ich konnte ihn nicht fotografieren!
Aber dann kam der Dachs und ich ich wartete bis er genau dort war wo ich ihn brauchte, weil ich wusste, dass ich nur einen einzigen Versuch hatte.
Hier das Ergebnis:


Beim Spiegelschlag schaute er auf und der Blitz verschreckte ihn dann total und er verschwand.
Am Sonntag sahen wir ihn wieder um halb neun am Abend.
Am Montag setzte ich mich wieder um diese Zeit in den oberen Garten und nahm meine Kompaktdigitalkamera mit. Ich wusste nämlich dass ich diese Kamera lautlos stellen konnte. Und während ich mich so durch die Menues suchte und dann endlich die Einstellung gefunden hatte, schaute ich auf und dem Fuchs in die Augen, der mir offensichtlich schon die längste Zeit zugesehen hatte. Freundlicherweise blieb er stehen bis ich mein Foto im Kasten hatte:

Dann nahm er sich eine Walnuss und verschwand in Nachbars Garten.
Ein wunderschönes hellbraunes Tier mit seidigem Fell.

Und heute 19.5.2010 abends setzte ich mich wieder in den oberen Garten und wartete einfach:
Fünf Minuten nach neun kam der Dachs und knackte in aller Ruhe die Walnüsse die ich ihm hingelegt hatte und blieb fast bis um 22 Uhr. Er ließ sich auch nicht mehr wirklich stören als ich mit Rikki redete. Also redete ich weiter auf ihn ein, dass er sich an meine Stimme gewöhnt. Und tatsächlich, er schaute mich ab und zu an und knackte weiter seine Nüsse, obwohl er sehr vorsichtig schaute, wenn jemand draussen auf der Staße hinter der Hecke vorbei ging. Also offensichtlich schätzt er mich nicht mehr als gefährlich ein. Obwohl ich ja glaube, dass er uns erst einmal drei Jahre abgecheckt hat, ob man uns trauen kann. Weil wir ihn erst jetzt sehen, obwohl wir es schon länger wissen dass ein Dachs in der Gegend ist. Jetzt ist uns natürlich auch sonnenklar, warum sich unser alter Kater am Abend nicht mehr allein in den Garten traut.
Auf jeden Fall freue ich mich, dass unser Naturgarten immer mehr belebt ist.
poli

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Stieglitz

TierePosted by poli 20 Dec, 2009 22:46:15
Seit einiger Zeit überlege ich, ob ich die nicht wirklich schönen braunen Stängel der Nachtkerzen abschneide, aber bis jetzt hat mich irgendetwas zurückgehalten.
Heute in der Früh, nachdem in der Nacht von vorgestern auf gestern 20 cm Schnee gefallen sind, habe zwei Stieglitze beobachtet, die auf den Nachtkerzenstängeln saßen, und sich die Samen zu Gemüte führten...



Welche Freude, dass die Stängel noch stehen! So haben die Vögel jetzt wo alles im Schnee versinkt, doch noch natürliches Futter.

poli

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Ameisen und Libellen

TierePosted by Erwin Polreich 02 Aug, 2009 14:28:39
Vor drei oder vier Tagen saßen wir beim Kaffee im Garten, als ich im Sonnenlicht plötzlich viele fliegende Insekten vom Boden aufsteigen sah. Bei näherem Nachsehen stellte sich heraus, dass eines der Ameisenvölker, das bei uns im Boden lebt auszuschwärmen begann. Nach zwei oder drei Minuten tauchten plötzlich mindestens zwanzig Libellen im Garten auf und begannen die Ameisen aus der Luft zu fischen. Nach einer viertel Stunde war die Sache vorbei und von den Ameisen waren wahrscheinlich mindestens 75% erledigt.
Ich weiß dass regelmäßig eine Libelle bei uns im Garten vorbeischaut und zwar eher am Abend kurz vor Sonnenuntergang. Aber noch nie waren so viele gleichzeitig da. Die Fragen, die ich mir stelle sind: Woher haben die das gewusst? Weil die kamen im Pulk eingeflogen. Machen die Ameisen beim Ausflug ein besonderes Geräusch das wir nicht hören, die Libellen aber schon? Und wenn ja, wie weit ist das zu hören? Und woher kamen die so schnell? Und wieso wussten sie, dass sie genau in unseren Garten mussten?
Also Fragen über Fragen die vielleicht einmal beantwortet werden....

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Tankstelle

TierePosted by Erwin Polreich 04 Jul, 2009 01:00:58
Diese Tankstelle habe ich heute in der Blüte einer unserer Kartoffelrosen entdeckt :)



Da sieht man, was es bringt wenn eine Pflanze keine gefüllten Blüten hat...

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Schnecken

TierePosted by Erwin Polreich 04 Jul, 2009 00:46:16
Heute berichte ich aus aktuellem Anlass über meine Erlebnisse mit Schnecken.
Ganz am Anfang nachdem wir den Garten übernommen hatten, habe ich einen Chrysanthemenstock eingesetzt. Am nächsten Morgen sah er relativ ramponiert aus, am übernächsten Morgen noch mehr und es saßen Schnecken drinnen. Also pilgerte ich ins nächste Gartencenter und bekam die Auskunft: "Chrysanthemen gehören zu den Lieblingsspeisen der Schnecken und die haben sich schon beim Einsetzen des Stocks die Servietten umgebunden und Messer und Gabel in die Hand genommen. Da hilft nur Schneckenkorn." Also bin ich mit einer Packung Schneckenkorn in den Garten gekommen und habe einen Ring um die Chrysantheme gestreut.
In der folgenden Nacht war ich mit meinen Fernrohren im Garten und kam relativ oft bei der Chrysantheme vorbei. Da konnte ich miterleben auf welch schlimme Weise die Schnecken durch das Schneckenkorn sterben. Am nächsten Tag sammelte ich reumütig alle Körnchen wieder ein und fasste den Beschluss: "IN MEINEN GARTEN KOMMT MIR KEIN GIFT MEHR!".
Am selben Tag fand ich ein Buch das sich genau mit der Problematik befasst: Schneckenflüstern statt Schneckenkorn
In diesem beschreibt der Autor wie er die Schnecken trainierte, dass sie in einem Stück Garten blieben, das er ihnen zur Verfügung stellte.
Also gut: Wir beschlossen keine Pflanzen mehr zu kaufen, die ihnen besonders schmeckten und ich schenkte ihnen ein Stück Wiese (siehe Bild unten).


Dorthin wurden sie immer, wenn sie irgendwo waren wo sie nicht sein sollten, hingetragen. Weil eigentlich will ich sie ja nicht dadurch umbringen, dass ich in der Nacht bei meinen Fernrohr-Sessions auf sie drauf trete.
Und wenn man dann so einige Schnecken durch die Gegend trägt, stellt man fest dass die gar nicht so unhübsch sind.

Und man kommt auch drauf, dass es offensichtlich verschiedene Schneckenpersönlichkeiten gibt: z.B. die Schreckhaften, die sich sofort zusammenkugeln, wenn man sie mit der Scheckenzange nimmt, oder die harten Typen, die nicht einmal die Fühler einfahren, sondern schauen wo sie hingetragen werden.
Und so nach einigen Wochen kommt man drauf , dass die wirklich dort bleiben!smiley
Ich werfe ab und zu verblühte Blumen auf diese Wiese oder wie jetzt vor 4 oder 5 Tagen einige Heckenzweige und Waldrebenranken.
Und heute sah es nach dem Regen so aus:





Die machen dort jetzt genau das wofür sie eigentlich da sind, nämlich verrottende Pflanzenteile zu fressen und in bodenverbessernde Stoffe umzuwandeln. Nach einiger Zeit kamen auch die Weinbergschnecken dazu, von denen wir auch nicht wenige haben.
Und da sieht man was eine Schnecke z.B. auch kann:



Eine gemütliche 180° Drehung....

Das Gebiet das ich den Schnecken zur Verfügung gestellt habe, ist gut 10m lang und 1.5 - 3m breit und hat jede Menge Verstecke und verrottendes Material unterm Efeu, in der Hecke, unter den Kartoffelrosen und der Blutberberitze.


Hier ist eine auf dem Weg zur Arbeit, am Stängel einer verblühten Mohnblume.

Sie bleiben recht brav in ihrem Bereich, außer einer der Igel aus der Umgebung marschiert dort durch. Dann gibt es eine richtige Massenpanik unter den Schnecken und sie flüchten von der Wiese. Wenn wieder alles ruhig ist, kehren sie wieder zurück und alles ist in Ordnung.
Wenn man nun unbedingt Pflanzen setzen will, die zu den Lieblingspeisen der Schnecken gehören, dann muss man die halt mit einem Schneckenzaun schützen.

Ich habe das Gefühl, dass in den heute noch immer üblichen "sterilen" Gärten mit "englischem Rasen" und kaum Insektenbesatz viel zu wenig verrottendes Material für die Schnecken vorhanden ist (weil brav mit der grünen Tonne entsorgt), und dann gehen sie halt auf alles essbare los, was sie mit ihrem ausgesprochen guten Geruchssinn orten können. Und da in einem solchen Garten auch keine Versteckmöglichkeiten (wie z.B. Asthaufen) für die Feinde der Schnecken existieren, braucht man sich nicht wundern wenn sich die Überlebenskünstler manchmal explosionsartig vermehren und dann in kürzester Zeit ein ganzes Gemüsebeet ramponieren. Wenn außerdem relativ wenig einheimische Pflanzen und noch exotische Pflanzen und gefüllte Blüten im Garten sind, mit denen die einheimischen Insekten nichts anfangen und daher wegbleiben, wirkt sich das auch auf die Vogelpopulation aus, die dadurch kleiner wird. Die Vögel leben zwar teilweise von den Insekten, gehören aber auch zu den Tieren, die Schneckeneier und kleine Schnecken verzehren und damit die Schneckenpopulation in Grenzen halten.

Noch ein Wort zum Schneckenkorn: Durch das Ausbringen von Schneckenkorn werden nicht nur die spanischen Wegschnecken, sondern auch alle anderen Schnecken, sowohl die einheimischen Nacktschnecken und Schnirkelschnecken als auch die bei uns unter Naturschutz stehende Weinbergschnecke getötet. Und das Schneckenkorn mit Ferramol, bei dem sich die Schnecken in ihr Versteck zurückziehen und vertrocknen, ist zwar angeblich für andere Tiere ungiftig und biologisch abbaubar, aber da müssen wir ihnen nur nicht beim Sterben zusehen, was im übrigen ein Zug der heutigen Zeit sein dürfte.
Ich bin grundsätzlich gegen das Töten von Tieren (auch Schnecken!), weil ich der Meinung bin, dass man sich immer auf irgendeine Art und Weise arrangieren kann.

Und wenn man nicht gleich die Giftkeule schwingt, sondern sich ein bisschen in die Natur einfühlt und sich arrangiert, dann kann man auch solches wie im folgenden Bild beobachten:

Die Paarung von zwei Weinbergschnecken mit Zuschauer auf ihrer Wiese :)

Übrigens, die Erstellung dieses Artikels wurde von folgendem Helferlein genauestens verfolgt (kontrolliert):




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